Artportrait

Septierte Hirschtrüffel (Elaphomyces septatus) - Ascomyceten



Elaphomyces septatus (Vittadini 1831) - Septierte Hirschtrüffel

Fruchtkörper: Rundlich, hart. Circa 2-3cm groß

Peridie: Außen glatt, allenfalls fein warzig, schwarz-braun. Im Schnitt werden zwei in schönem Kontrast stehende Schichten sichtbar: eine äußere schwarze Linie, 0.7mm dick, und eine dickere Schicht mit ca 3mm, die jung hellgrau und im Alter dunkelgrau erscheint.

Gleba: Weiße/helle pulverige Sporen, die im Alter auch Rosatöne haben können.

Geruch: Nicht gänzlich unangenehm, leicht nach Spiritus.

Ökologie: Eiche, Buche, Haselnuss auf kalkhaltigen Böden.

Bedeutung: Kein Speisewert. In Deutschland sehr selten. Funde sollten gut dokumentiert werden. Man kann wohl davon ausgehen, dass sie ein Zeigerpilz für Naturnähe ist.

Mikromerkmale: Helle runde Sporen in der Größe von etwa 30µm. Ornament mit kurzen Stacheln (ca. 1µm).


Artabgrenzung: Nach dem Schlüssel von Montecchi landet man bei schwarzen Arten mit schwarz-brauner glatter Oberfläche und großen Sporen (>14µm) ohne viel Interpretationsspielraum bei E. septatus, auch wenn in dem Werk die hellen Sporen nicht erwähnt werden und kein Makrofoto vorliegt. Das helle Sporenpulver in Verbindung mit der Sporengröße ist aber auch in weiterführender Literatur immer ein Alleinstellungsmerkmal für E. septatus.

Fundort: Würzburg, Blutsee, 25.4.2015; Saarland, 7.10.2015. Leg/det: Gold.