× Für eine zuverlässige Bestimmung ist meist eine Sicht auf die Innenseite (Gleba) nötig. Bitte schneidet eine gefunde Hypogäenart sauber durch und fotografiert sie bei Tageslicht.

Genabea XY

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4 Wochen 1 Tag her #260 von Pudelchen
Genabea XY wurde erstellt von Pudelchen
Hallo Hypogäenkundler,

ich brauche euere Bestimmungshilfe.

Hägar hatte Simons Beitrag mitgelesen und zum Frühlingsanfang was besonderes ausgegraben.
Wie meistens bei mir auf Kalk und Braunerde.
Der Tatort ist eine Wiese am Waldrand bei einer uralten Buche. Kiefer und Fichte sind auch daneben.


Das Objekt der Begierde


(sieht nur auf dem Bild so groß aus)
winzig kleine (<5 mm) schwarze Krümelchen. So weit zu erkennen stellenweise anhaftendes Mycel und flach warzige Peridie. Beim Fotografieren zuhause scheint ein gelber „Belag“ anzuhaften.

Im Schnitt ist dieser wie ein Rand um die schwarze, kompakte Gleba.


Die Aski befinden sich in Taschen.


Die Aski liegen darin wie unordentlich "reingestopft".
Genau so sind die Sporen in der Aski angeordnet. Von zweireihig bis gefüllter Kartoffelsack.


Die Anzahl der Sporen pro Aski, soweit ich dies erkennen konnte, 1-6 sporig.

Die Sporen sind rund und ohne Ornament ca. 35 µm groß.


Die Ornamente stehen wie Haare oder Finger senkrecht von der Spore ab und sind bis zu 5 µm hoch.
Oft sind sie asymetrisch um die Spore angeordnet

.
Die Zellen der Peridie sind außen ca 5 µm groß und wachsen nach innen gleichmäßeg bis zu einer Größe von ca 25 µm an. Darauf folgt eine Lage mit gro0en länglichen Zellen.

Zu den Hohlräumen werden die Zellen wieder gleichmäßig kleiner und gehen in eine schwarze Epithecium über.


Aufgrund der runden Sporen schließe ich Genabea fragilis aus.
Die rundsporige Genabea, wie sie in Montecchi beschrieben wird hat einen hellen Fruchtkörper, der deutlicher aus einzelnen Kugeln besteht.
Im Netz habe ich eine Schrift von Pablo Alvarado gefunden. (Phylogenetic studies in Genabea, Myrmecocystis and related genera) In dieser wird eine von Christians gefundene Genabea urbane beschrieben. Diese würde ich, nach dem Fruchtkörper als sehr ähnlich mit G. XY bezeichnen, aber G. urbana hat wohl deutlich ovale Sporen und nicht so hohe Ornamente. Auch wird in dieser Schrift ein Fund einer Genabea sphaerospora von Gunnar Hensel beschrieben. Die Sporen ähneln sehr meinem Fund, doch nicht mehr.

So, wer kann mir weiterhelfen oder liege ich völlig falsch?

Schöne Grüße
Doris und Hägar
Folgende Benutzer bedankten sich: Peter

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4 Wochen 23 Stunden her #261 von admin
admin antwortete auf Genabea XY
Moin Doris.
Netter Fund. Kann dir da auch nicht weiterhelfen, du hast alles richtig erfasst, kann da nix hinzufügen: G.urbana hat ellipsoide Sporen, G. sphaerospora ist hell.

Kann dir da eigentlich nur empfehlen, mal dem Pablo deine Bilder zu schicken, was er dazu sagt. Hast du seine Kontaktadresse?

LG Christian

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4 Wochen 23 Stunden her #262 von Pudelchen
Pudelchen antwortete auf Genabea XY
Hallo Christian,

Danke.
An Pablo hatte ich auch schon gedacht. Es wäre nett, wenn du mir seinen Kontakt geben könntest.

Schöne Grüße
Doris

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4 Wochen 8 Stunden her #263 von admin
admin antwortete auf Genabea XY
Hast PN

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4 Wochen 46 Minuten her #264 von Peter
Peter antwortete auf Genabea XY
Hallo,

Doris war so nett und hat mir ein Stückchen Material zukommen lassen. (Danke Doris!)

Ich bin total auf dem Schlauch gestanden. Weder Asci noch Basidien habe ich bei den ersten Präparaten gefunden. Und dann auch noch (braune) Hyphen (Haare?) mit Schnallen in jedem Präparat. Nach meiner Kenntnis schließen sich Ascomyceten und Schnallen an den Hyphen aus. :unsure:



Nach einem dezenten "Stupfer" von Doris fand ich dann endlich tatsächlich auch mal Asci. Und nun gehe ich mit Genabea konform. Die Schnallen sind mir dennoch ein Rätsel.
Welche Art, kann ich nicht sagen. Dazu fehlt mir die Erfahrung.



Die Sporen sind wirklich eine Herausforderung. Hier eine geplatzte.

Mal sehen, was da noch herauskommt.

Freundliche Grüße
Peter

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3 Wochen 4 Tage her #265 von mollisia
mollisia antwortete auf Genabea XY
Hallo Doris,

die Wiese sieht nach Pennickental aus - Höhe oberer Blendaxbruch südseitig?

LG, Andreas

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