Artportrait

Wintertrüffel (Tuber brumale) - Ascomyceten



Tuber brumale - Wintertrüffel

Fruchtkörper: Meist rundlich, eher klein, oft nur 1-2cm, kann aber bis zu 5cm groß werden.

Peridie: Schwarz. Feine, doch klar ausgeprägte Warzen.

Gleba: Dunkel, grau bis braun mit meist sparsamer weißlicher Aderung.

Geruch: Sehr angenehm, würzig-fruchtig, nach Montecchi wie unreife Haselnuss.

Ökologie: Eiche, Buche, Kalk. Wie Tuber aestivum. Allerdings nur von August bis Februar.

Bedeutung: Eine der vier in Deutschland häufig zu findenden Tuber-Arten, aber nicht so häufig wie T. aestivum. Wird kulinarisch und preislich noch höherwertig angesetzt als T. aestivum.

Mikromerkmale: Asci 1-5-sporig. Elliptische, stachelige, gelb-braune Sporen. Größe: 25-35µm x 17-20µm, Stacheln bis zu 5µm.


Distinktive Merkmale: Die Art ist leicht zu verwechseln mit T.aestivum (Sommertrüffel) und T.melanosporum (Perigord-Trüffel). T. aestivum hat aber eine deutlich gröbere Peridie, eine klar hellere Gleba und in der Regel deutlich größere Fruchtkörper. Deren Sporen sind außerdem netzartig-wabenartig (reticulat-alveolat) und ist das ganze Jahr über zu finden.
T. melanosporum ist von Gleba (etwas dunkler) und Sporen (etwas größer) deutlich ähnlicher, hat aber eine feinere Aderung, in der oft ein rötlicher Schimmer zu erkennen ist, und einen anderen, typischen Geruch. Zudem ist sie wärmeliebend und für Deutschland bislang nicht nachgewiesen worden.