Artportrait

Weißgekammerte Schleimtrüffel (Melanogaster ambiguus) - Basidiomyceten



Melanogaster ambiguus - Weißgekammerte Schleimtrüffel

Fruchtkörper: 3-5cm

Peridie: dunkelbraun mit schwarzen (Druck-)Stellen, glatt

Gleba: Im reifen Zustand typisch schleimig-gelatinös, schwarz in weißlichen Kammern (Name!)

Geruch: Bei Montecchi wird der Geruch als im Vergleich zu anderen Melanogaster nicht sehr unangenehm und in der Reife knoblauchartig(????) beschrieben. Ich empfand ihn als extrem intensiv, unbeschreiblich unangenehm, vielleicht mit verbrannter Plastikfolie zu vergleichen.

Ökologie: Buche, Fichte, Eiche, Kiefer, auf Kalk. Laut Literatur aber auch auf anderen Böden und mit anderen Bäumen. Drei meiner vier Funde machte ich in direkter Nachbarschaft zu Tuber aestivum.

Bedeutung: Selten. Ungenießbar, aber es käme wohl auch niemand auf die Idee sie zu essen.

Mikromerkmale: Schön braune Sporen. Elliptisch bis Kondomförmig (Papilla!). Doppelwandig. Größe: 10-13-15x7-8µm (Literatur: 15-18x7-9µm) mit 1-2µm langen Sterigmen-Überbleibseln.


Distinktive Merkmale: Vor allem in der Reife aufgrund der gelatinösen Gleba unzweifelhaft als Melanogaster zu erkennen. Makroskopisch lassen die weißen Kammern auf M. ambiguus schließen. Mikroskopisch besteht durch die Größe der Sporen in Verbindung mit den Sterigmen-Anhängseln und vor allem dem Vorhandensein einer Papilla keine Verwechslungsmöglichkeit.