Artportrait

Stachelige Hirschtrüffel (Elaphomyces muricatus) - Ascomyceten



Elaphomyces muricatus - Stachelige Hirschtrüffel

Fruchtkörper: 0,5 bis 3cm.

Peridie: Dick, bis zu 2mm. Orange bis ockerbraun oder rötlich, mit feine, gut wahrnehmbaren Warzen. Im Alter brüchig. Die Peridie ist im Schnitt deutlich gemustert (Unterscheidungsmerkmal!)

Gleba: Jung weißlich mit violetten Zonen, im Alter zu einer typischen spinnwebig-pulverigen schwarzen Staubmasse zerfallend.

Geruch: Kaum wahrnehmbar. Bei Montecchi: Benzin.

Ökologie: Vor allem bei Buchen. Auf verschiednenen, oft etwas sandigen bzw. tiefer gründenden, humosen Böden.

Bedeutung: Massenpilz. Häufig mit Rotwild-Wühlspuren. Aber auch Wildschweine. Coprophile Mykologen (Dung-Pilzkundler) berichten davon, dass der Dung von Wildschwein häufig stark durchsetzt ist von Elaphomyces-Sporen, scheint ein ziemlicher Leckerbissen zu sein. Gilt als ungenießbar, wurde aber früher als Aphrodisiakum gegessen. Was Hirschen und Sauen schmeckt, lässt offenbar auch Männer röhren und grunzen.

Mikromerkmale: 4-6 Sporen pro Ascus. Sporen rund, innerhalb des Ascus deutlich kleiner, um 15 µm, braun, glatt; außerhalb um 27 µm, pelzig, dunkler werdend.


Distinktive Merkmale: Durch staubig-spinnwebig zerfallende Gleba eindeutig der Gattung Elaphomyces zuzuordnen. Anhand der Musterung der Peridie im Schnitt eindeutig anzusprechen. Auch über den Baumpartner (Buche) und die Färbung (gelblich bis rötlich) ist sie häufig schon von E. granulatus (Fichte; bräunlich) abgrenzbar.