Artportrait

Rauhaarige Blasentrüffel (Genea hispidula) - Ascomyceten



Genea hispidula - Rauhaarige Blasentrüffel

Fruchtkörper: bis ca.1cm, nicht gewunden oder gefaltet.

Peridie: Bräunlich bis grau, mit Öffnung an der Oberseite und (meist noch vorhandenem) Myzelansatz an der Unterseite.

Gleba: Innen hohl. Sporen sitzen auf der Endoperidie (Innenseite der Peridie).

Geruch: Angenehm, etwas mystisch-orientalisch.

Ökologie: Ich habe sie in Italien im Februar häufiger im Laub diverser Bäume (Eiche, Buche) gefunden, meist auf Kalk. Teilweise auch ohne Baumzusammenhang an einer Steinmauer, Bäume ca. 20m entfernt. In Deutschland noch nicht.

Bedeutung: Laut Montecchi eher selten, aber wohl aufgrund der Größe auch schwer zu finden.

Mikromerkmale: Asci 8sporig, sofern vollständig. Manchmal ist noch eine Verjüngung des Schlauches erkennbar. Sporen elliptisch, feinwarzig. Sporengröße ca.30x25µm (Montecchi 28-35x20-25 µm). Haare auf der Exoperidie mit einer Länge von 100-200µm x 10-20µm.


Distinktive Merkmale: Von Genea verrucosa und Genea fragrans makroskopisch durch die klar, wenig verwundene Form der Fruchkörper abzugrenzen. Auch die Farbe ist deutlicher braun, auch wenn sie ins Schwarze gehen kann. Entscheidendes Merkmal sind die feinen Härchen, die meist nur unter Lupe oder Mikroskop zu erkennen sind.

Fundort: Italien, Ligurien. Geokoordinaten: 44.11551,8.11490 und 43.95305,7.83155.