Artportrait

Orangerote Hart-Trüffel (Tuber fulgens) - Ascomyceten



Tuber fulgens (Quélet 1880) - Orangerote Harttrüffel

Fruchtkörper: Größe von 1-3cm. Rundlich bis leicht verwachsen und sehr hart. Wie bei Tuber excavatum ist auch hier meist eine deutliche Aushöhlung zu finden.

Peridie: Leuchtend orange bis rotbräunlich. Auffällig ist die feinwarzige Oberfläche, manchmal nur unter der Lupe zu erkennen. Beim Trocknen verlieren sich die Rottöne jedoch und werden zu braun.

Gleba: (Rot-)Braun mit heller Aderung. Sehr häufig weist die Gleba orangerötliche Flecken auf.

Geruch: Trüffelartig mit leicht käsiger Komponente (wie Tuber excavatum), das heißt ähnlich, aber nicht ganz so angenehm wie die deutschen Speisetrüffeln.

Ökologie: Von Sommer bis Winter auf kalkhaltigem Boden, bei verschiedenen Laubbäumen (v.a. Eichen, Hainbuchen).

Bedeutung: Ungenießbar, da zu hart. Im Gegensatz zum Verwechslungspartner T. excavatum recht selten, möglicherweise aber auch oft nicht erkannt.

Mikromerkmale: Asci 1-4-sporig, mit runden bis subglobosen Sporen und auffällig weitmaschigem netzartigem Ornament. Größe: 25-35µm.


Artabgrenzung: Aufgrund der Konsistenz eigentlich nur zu verwechseln mit T. excavatum, der Hohl- oder auch Holztrüffel, deren Farbe jedoch nicht so leuchtend ist, sondern vor allem Brauntöne, allenfalls noch Gelbtöne aufweist. Ein weiteres makroskopisches Unterscheidungsmerkmal ist die feinwarzige Peridie, die T. excavatum ebenfalls nicht hat, sowie die rötlichen Flecken in der Gleba. Entscheidend sind jedoch die runden bis subglobosen Sporen.

Funddaten: 8/2016; 4.8.2017, Harz (Stecklenberg), Silgenberg. Leg/det: Schubert/Gold