Artportrait

Orangegelbe Heidetrüffel (Hydnangium aurantiacum) - Basidiomyceten



Hydnangium aurantiacum (Heim & Malencon 1934) - Orangegelbe Heidetrüffel

Fruchtkörper: Größe: 1 - 3 cm. Unregelmäßig geformt, mit Höckern und Falten, oft auch mit Streuteilen verwachsen. Vereinzelt sind auch kürzere Rhizomorphen vorhanden.

Peridie: Leuchtend gelb bis orange, häufig auch mit dunklen Flecken.

Gleba: Die Gleba besitzt die gleiche Farbe wie die Außenseite. Wie bei H. carneum weist auch hier die Gleba oft (aber nicht immer) feine Poren/Löcher auf, die meist einen helleren Rand haben oder gänzlich weiß ausgefüllt sind.

Geruch: Nicht mehr in Erinnerung.

Ökologie: Etwas unklar. Laut Montecchi bei Steineiche und Zypresse und anderen Laubbäumen, er empfiehlt die Art nicht als xero- oder thermophil anzusehen. Unser Fund stammt aus einer typisch mediterranen Macchia mit Ginster und angrenzenden von uns nicht näher bestimmten Eichen. Da die Art aber auch in nördlicheren Regionen (auch in Deutschland) vorkommt, muss das Habitat wohl tatsächlich etwas weiter gefasst werden.

Bedeutung: Speisewert unbekannt. In Deutschland vorhanden, aber sehr selten.

Mikromerkmale: Hyaline bis blasse Sporen mit 9-12µm Durchmesser, subglobos bis schwach elliptisch, mit kurzen, groben Stacheln in verschiedener Größe.


Artabgrenzung: Bei leuchtend gelber Ausprägung der Färbung hat sie äußerlich eine starke Ähnlichkeit mit Leucogaster nudus. Diese besitzt jedoch eine weiße Gleba. Bei leuchtend oranger Farbe besteht eine große Ähnlichkeit zu Stephanospora caroticolor, die lange ebenfalls in der Gattung Hydnangium geführt wurde. Diese hat jedoch Sporen mit deutlich ausgeprägter stacheligem Ornament, so dass die Sporen nahezu kronenartig aussehen.

Funddaten: 3.2.2016 Italien, Ligurien, Nähe San Remo. leg/det: Gold.