Artportrait

Kompaktes Wollnüsschen (Sclerogaster compactus) - Basidiomyceten



Sclerogaster compactus (Tulasne 1844) Saccardo 1895 - Kompaktes Wollnüsschen

Fruchtkörper: Größe: 0.5 - 1.5 cm. Subglobos bis (selten) unregelmäßig geformt. Elastisch-fest in der Konsistenz. Häufig Nester bildend.

Peridie: Weiß bis beige braun, oft von Rhizomorphen umwickelt und mit Streuteilen verwachsen.

Gleba: Die Gleba ist jung gelblich und wird im Alter beige-braun. Die Trama besteht aus feinen Zellen, die mit der Lupe gut erkennbar sind. Eine Columella (astartige Verzweigungen) ist manchmal gut erkennbar, manchmal nur rudimentär vorhanden.

Geruch: Unangenehm sauer.

Ökologie: Lebt offenbar als Saprobiont in der Humusschicht von Laubwäldern, aber auch im Moos. Bevorzugt wohl kalkhaltige Böden.

Bedeutung: Speisewert unbekannt, höchstwahrscheinlich ungenießbar. In Deutschland verbreitet, wenn auch nicht allzu häufig.

Mikromerkmale: Kleine, runde bis subglobose Sporen mit deutlich sichtbaren flachen Warzen und gut erkennbarem Appendix. Sporengröße: 4-6µm. Die Peridienstruktur ist auffällig: die äußerste Schicht besteht aus verwobenen Hyphen, darunter kommt eine Schicht pseudo-parenchymatischer Strukturen.


Artabgrenzung: Ähnlichkeit besitzen Hymenogaster luteus, die Gelbe Erdnuss, die jedoch eine hellgelbe Gleba und angenehmen Geruch sowie hyaline Sporen hat, sowie Macowanites candidus, die Täublingstrüffel, die sich vor allem durch den sehr angenehmen Geruch unterscheidet. Innerhalb der Gattung Sclerogaster ist S. compactus an den beige-ocker Farbtönen erkennbar. Mit dem Mikroskop kann man die Bestimmung über die zweischichtig aufgebaute Peridie absichern.

Funddaten: 3.2.2016 Italien, Ligurien, Nähe San Remo. leg/det: Gold.