Artportrait

Douglasien-Wurzeltrüffel (Rhizopogon villosulus) - Basidiomyceten



Rhizopogon villosulus Zeller 1941 - Douglasien-Wurzeltrüffel

Fruchtkörper: 1-5 cm, rund(lich), weich.

Peridie: Glatt; schmutzig weißlich, spätestens reif ins Braune tendierend. Die äußere Schicht wirkt, als wären Teile der Humusschicht eingewachsen.

Gleba: Jung gelblich, aber schon früh olivgrün bis -braun. Feine, teilweise langgestreckte oder gar labyrinthisch verzweigte Poren erkennbar (Lupe!).

Geruch: Geruch säuerlich, an Wiener Würstchen erinnernd.

Ökologie: Semiepigäisch bei Douglasien.

Bedeutung: Speisewert nicht bekannt, in Deutschland nicht allzu häufig.

Mikromerkmale: Die Peridie ist zweischichtig hyphig, mit einer äußeren braunhaarigen, stark verwobenen und einer tieferliegenden hyalinen und eher regulären Schicht. Sporen langgezogen elliptisch. Sporenmaß: 6-8 x 2,5-4 µm. Q-Wert: 2,0-2,8.


Artabrenzung: Makroskopisch durch das Vorkommen bei Douglasien und die weiß(lich)e Farbe der Fruchtkörper schon gut im Feld anzusprechen. Mikroskopische Absicherung durch die zweischichtige Peridie, die diese Art als einzige in Europa vorkommende aufweist.

Funddaten: Dezember 2014, Urspringen in Mainfranken (49.912892, 9.689367). Tessin (Schweiz).

leg: Winnie/Milano - det: C.Gold