Artportrait

Mäandertrüffel (Choiromyces maeandriformis) - Ascomyceten



Choiromyces maeandriformis - Mäandertrüffel, Deutsche Trüffel, Ferkeltrüffel

Fruchtkörper: 2-10 cm. Manchmal bis zu 500g schwer.

Peridie: Weißlich, mit dunkleren, auch rötlichen Flecken; später dunkler werdend bis schmutzig-grau. Feste Konsistenz.

Gleba: Marmorierung an die Gattung Tuber erinnernd, jedoch ziehen sich die "Adern" nicht so weit.

Geruch: Geruch sehr intensiv, angenehm; im Alter jedoch penetrant werdend.

Ökologie: Sommer bis Herbst bei Buche, Nadel (v.a Fichte), kalkhold. Oft semi-epigäisch, weshalb die Trüffel auch ohne Hunde gefunden werden kann, was aufgrund der häufig beachtlichen Größe schon zu einigen Fundmeldungen in den Zeitungen geführt hat.

Bedeutung: Gilt roh als unbekömmlich. Gekocht wird sie jedoch durchaus geschätzt und teilweise als den französischen Trüffeln ebenbürtig angesehen. Die Trüffel steht nicht unter Naturschutz.

Mikromerkmale: Asci mit 8 Sporen. Sporen rund, 15-21µm, mit dickeln Stacheln.


Distinktive Merkmale: Aufgrund der Marmorierung meint man auf den ersten Blick, eine Art der Gattung Tuber zu haben. Der Geruch ist jedoch anders, penetranter (vor allem im Alter), die Adern ziehen sich nicht so weit und spätestens unter dem Mikroskop erkennt man die Art an den runden, stacheligen Sporen.

Funddaten: August 2013, Thüringer Wald, 50.56644,10.45800, 493m NN.
Oktober 2013, Gerchsheim bei Würzburg, 49.69695,9.806643.

leg: Winnie - det: A.Gminder/C.Gold