Artportrait

Blauende Hirschtrüffel (Elaphomyces mutabilis) - Ascomyceten



Elaphomyces mutabilis (Vittadini 1831) - Blauende Hirschtrüffel

Fruchtkörper: Rund, klein, 0,5 - 1,5 cm, von weißlich-gelbem Myzelfilz ummantelt, darunter schwarz; Cortex hart.

Peridie: Außen schwarz, glatt und hart. Unter der äußersten harten Hülle liegt eine im Vergleich zum Fruchtkörper recht dicke (bis zu 2mm) weißlich-bläuliche fleischige Schicht.

Gleba: Gattungsspezifisch staubig, schwarz, mit bläulichem Schimmer.

Geruch: Sanft, aber deutlich bemerkbar. Angenehm süßlich-chemisch; ähnlich wie E. anthracinus, nur nicht so stechend.

Ökologie: Auf saurem, sandigen Boden über Kalk; bei Eiche und (Ess-)Kastanie.

Bedeutung: Ungenießbar. In Deutschland wohl extrem selten. Es sind lediglich drei Funde aus den 80er-Jahren in Oberfranken dokumentiert. Mir sind keine aktuellen Funde bekannt. Im südlichen Mitteleuropa wohl häufiger.

Mikromerkmale: Sporen rund, in geringer Vergrößerung fast glatt erscheinend. Bei 100xÖl werden dann aber die kurzen, feinen, dicht gesetzten Stacheln sichtbar. Sporengröße: 10-12µm.


Artabgrenzung: Kaum zu verwechseln. Der weißliche Myzelfilz stellt bei den Hirschtrüffeln ein Alleinstellungsmerkmal dar. Lediglich E. citrinus besitzt ebenfalls einen solchen Myzelfilz, allerdings gelblich, während die Peridie zudem braun ist. Das bläulich-schimmernde Sporenpulver und eine Sporengröße von unter 14µm sichern die Bestimmung ab.

Funddaten: 26.11.2017. Frankreich, Perigord, Moncé. 45.204538, 0.483506. leg/det: Gold (Milano).