Bestimmung von Trüffelfunden

Die folgenden dokumentierten Funde habe ich mit meinem Hund Winnie (seit dem 3.1.2013) und später (ab Januar 2014) mit Milano gemacht. Sie werden ständig erweitert und sollen Interessierten bei der Bestimmung eigener Funde helfen. Es wird allerdings ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit der Bestimmungen sowie jegliche Angaben zur Essbarkeit übernommen.

Viele Hypogäen lassen sich mit etwas Erfahrung schon im Feld anhand äußerer Merkmale (v.a. Gleba und Geruch) bestimmen. Deshalb habe ich einen Bestimmungsschlüssel zur makroskopischen Bestimmung von Hypogäenfunden verfasst, der aber noch verbessert und weiterentwickelt wird/werden muss. Für kritische Anmerkungen bin ich dankbar. Die aktuelle Fassung steht jeweils hier zum Download zur Verfügung.

 

Makroskopischer Hypogäen-Bestimmungsschlüssel (Version 1.2)


Für Detailbescheibungen klicken Sie auf die jeweilige Trüffelart.

 

Basidiomyceten: Wakefieldia macrospora



Wakefieldia macrospora (Hawker 1953) - Großsporige Steintrüffel

Fruchtkörper: Rund(lich)e bis elliptische Fruchtkörper, aber auch unregelmäßig verwachsen, in einer Größe von 0,5-3 cm. Laut Montecchi gesellig.

Peridie: Hell weiß, mit gelblichen Flecken. Im Alter grau werdend. Glatt bis leicht filzig.

Gleba: Die Gleba ist einfarbig, jung weißlich grau und in der Reife rot bis braun werdend. Deutlich sichtbare Poren (ca. 1-4 pro mm).

Geruch: Nicht mehr in Erinnerung. Montecchi beschreibt einen kartoffelartigen Geruch.

Ökologie: In Laubwäldern auf kalkhaltigen Böden.

Bedeutung: Speisewert unbekannt. In Deutschland sind bislang nur sehr wenige Funde aus Mainfranken, Niedersachsen und Schleswig-Holstein dokumentiert. Möglicherweise wird die Art aber auch oft verkannt und nicht mikroskopiert.

Mikromerkmale: Runde bis subglobose Sporen, die durch eine ausgeprägte Ansatzstelle elliptisch wirken. Deutlich grobwarziges Ornament. Sporengröße: 15-20µm.


Artabgrenzung: Die Art erinnert sehr stark an die Gattung Hymenogaster und ist makroskopisch so gut wie nicht zu unterscheiden. Anhand der charakteristischen Sporenform, die so bei den Erdnüssen nicht vorkommt, ist sie unter dem Mikroskop aber leicht eindeutig zu identifizieren.

Funddaten: 2.2.2016, Ligurien (Italien). Leg/det: Gold