Bestimmung von Trüffelfunden

Die folgenden dokumentierten Funde habe ich mit meinem Hund Winnie (seit dem 3.1.2013) und später (ab Januar 2014) mit Milano gemacht. Sie werden ständig erweitert und sollen Interessierten bei der Bestimmung eigener Funde helfen. Es wird allerdings ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit der Bestimmungen sowie jegliche Angaben zur Essbarkeit übernommen.

Viele Hypogäen lassen sich mit etwas Erfahrung schon im Feld anhand äußerer Merkmale (v.a. Gleba und Geruch) bestimmen. Deshalb habe ich einen Bestimmungsschlüssel zur makroskopischen Bestimmung von Hypogäenfunden verfasst, der aber noch verbessert und weiterentwickelt wird/werden muss. Für kritische Anmerkungen bin ich dankbar. Die aktuelle Fassung steht jeweils hier zum Download zur Verfügung.

 

Makroskopischer Hypogäen-Bestimmungsschlüssel (Version 1.2)


Für Detailbescheibungen klicken Sie auf die jeweilige Trüffelart.

 

Ascomyceten: Tuber magnatum



Tuber magnatum (Pico 1788) - Albatrüffel

Fruchtkörper: Größe von 2-5cm, in Ausnahmefällen auch bis zu 20cm. Meist nicht rund, sondern unregelmäßig verwachsen.

Peridie: Glatt, weißlich-gelblich, vor allem im Alter häufig mit dunklen Flecken.

Gleba: Charakteristisch tuberartig gemasert. Jung weißlich ohne starke Kontrastierung, später dunkel mit hellen Adern, in deutlichem Kontrast.

Geruch: Intensiv, sehr angenehm. Charakteristisch trüffelartig, mit Knoblauchkomponente.

Ökologie: Von Juli bis Winter auf tonig-lehmigen Böden, gerne in feuchten Tälern, bei Laubbäumen wie Eichen, Weiden, Pappeln.

Bedeutung: Noch vor der Perigordtrüffel, Tuber melanosoporum, die Nummer 1 unter den Speisetrüffeln. Vorkommen vor allem in Italien und Kroatien.

Mikromerkmale: Asci 1-4-sporig, mit elliptischen Sporen. Deutlich netzartiges Ornament mit charakteristisch wenigen Maschen (1-3 pro Länge.). Größe: 20-35µm x 19-25µm.


Artabgrenzung: Durch die typische Maserung klar als Tuber-Art zu erkennen. Es gibt andere weiße Arten, die ähnlich aussehen wie zB. Tuber borchii, Tuber maculatum und Choiromyces maeandriformis, die deutsche weiße Trüffel. Die Albatrüffel ist schon an ihrem charakteristischen Geruch zu erkennen. Bei weniger Erfahrung ist ein Blick unters Mikroskop zu empfehlen, durch den man sie anhand der typischen, großmaschigen Sporen identifizieren kann.

Anmerkung: Die Zeitungsberichte, die gelegentlich sensationslüstern von Funden der weißen Trüffel in Deutschland berichten, waren bislang immer schlecht untersuchte Funde der Deutschen Mäandertrüffel (Choiromyces maeandriformis). Ob die Albatrüffel möglicherweise im Zuge des Klimawandels bis nach Deutschland vordringt, bleibt abzuwarten.