Bestimmung von Trüffelfunden

Die folgenden dokumentierten Funde habe ich mit meinem Hund Winnie (seit dem 3.1.2013) und später (ab Januar 2014) mit Milano gemacht. Sie werden ständig erweitert und sollen Interessierten bei der Bestimmung eigener Funde helfen. Es wird allerdings ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit der Bestimmungen sowie jegliche Angaben zur Essbarkeit übernommen.

Viele Hypogäen lassen sich mit etwas Erfahrung schon im Feld anhand äußerer Merkmale (v.a. Gleba und Geruch) bestimmen. Deshalb habe ich einen Bestimmungsschlüssel zur makroskopischen Bestimmung von Hypogäenfunden verfasst, der aber noch verbessert und weiterentwickelt wird/werden muss. Für kritische Anmerkungen bin ich dankbar. Die aktuelle Fassung steht jeweils hier zum Download zur Verfügung.

 

Makroskopischer Hypogäen-Bestimmungsschlüssel (Version 1.2)


Für Detailbescheibungen klicken Sie auf die jeweilige Trüffelart.

 

Ascomyceten: Tuber fulgens



Tuber fulgens (Quélet 1880) - Orangerote Harttrüffel

Fruchtkörper: Größe von 1-3cm. Rundlich bis leicht verwachsen und sehr hart. Wie bei Tuber excavatum ist auch hier meist eine deutliche Aushöhlung zu finden.

Peridie: Leuchtend orange bis rotbräunlich. Auffällig ist die feinwarzige Oberfläche, manchmal nur unter der Lupe zu erkennen. Beim Trocknen verlieren sich die Rottöne jedoch und werden zu braun.

Gleba: (Rot-)Braun mit heller Aderung. Sehr häufig weist die Gleba orangerötliche Flecken auf.

Geruch: Trüffelartig mit leicht käsiger Komponente (wie Tuber excavatum), das heißt ähnlich, aber nicht ganz so angenehm wie die deutschen Speisetrüffeln.

Ökologie: Von Sommer bis Winter auf kalkhaltigem Boden, bei verschiedenen Laubbäumen (v.a. Eichen, Hainbuchen).

Bedeutung: Ungenießbar, da zu hart. Im Gegensatz zum Verwechslungspartner T. excavatum recht selten, möglicherweise aber auch oft nicht erkannt.

Mikromerkmale: Asci 1-4-sporig, mit runden bis subglobosen Sporen und auffällig weitmaschigem netzartigem Ornament. Größe: 25-35µm.


Artabgrenzung: Aufgrund der Konsistenz eigentlich nur zu verwechseln mit T. excavatum, der Hohl- oder auch Holztrüffel, deren Farbe jedoch nicht so leuchtend ist, sondern vor allem Brauntöne, allenfalls noch Gelbtöne aufweist. Ein weiteres makroskopisches Unterscheidungsmerkmal ist die feinwarzige Peridie, die T. excavatum ebenfalls nicht hat, sowie die rötlichen Flecken in der Gleba. Entscheidend sind jedoch die runden bis subglobosen Sporen.

Funddaten: 8/2016; 4.8.2017, Harz (Stecklenberg), Silgenberg. Leg/det: Schubert/Gold