Bestimmung von Trüffelfunden

Die folgenden dokumentierten Funde habe ich mit meinem Hund Winnie (seit dem 3.1.2013) und später (ab Januar 2014) mit Milano gemacht. Sie werden ständig erweitert und sollen Interessierten bei der Bestimmung eigener Funde helfen. Es wird allerdings ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit der Bestimmungen sowie jegliche Angaben zur Essbarkeit übernommen.

Viele Hypogäen lassen sich mit etwas Erfahrung schon im Feld anhand äußerer Merkmale (v.a. Gleba und Geruch) bestimmen. Deshalb habe ich einen Bestimmungsschlüssel zur makroskopischen Bestimmung von Hypogäenfunden verfasst, der aber noch verbessert und weiterentwickelt wird/werden muss. Für kritische Anmerkungen bin ich dankbar. Die aktuelle Fassung steht jeweils hier zum Download zur Verfügung.

 

Makroskopischer Hypogäen-Bestimmungsschlüssel (Version 1.2)


Für Detailbescheibungen klicken Sie auf die jeweilige Trüffelart.

 

Basidiomyceten: Lactarius stephensii



Lactarius stephensii (Berk.) Verbeken & Walleyn (2004)
Syn.: Arcangeliella stephensii (Berkeley 1844) Zeller&Dodge 1931
Fastgestielte Milchlingstrüffel

Fruchtkörper: 1-3 cm, elastisch-weich; homogen-rundlich bis oval.

Peridie: Glatt; jung weißlich, mit braunen Flecken, später nachdunkelnd mit gelber bis brauner Grundfarbe.

Gleba: Jung weiß, mit feinen Poren, später gelb bis braun verfärbend. Kein Milchsaft erkennbar.

Geruch: Geruch schwach. Süßlich-mild.

Ökologie: Bislang nur eine Fundstelle, kalkhaltiger Hainbuchen-Linden-Eichen-Mischwald über Buntsandtsein, gleiches Habitat wie Lactarius borzianus

Bedeutung: Selten. Speisewert unbekannt.

Mikromerkmale: Runde bis subglobose Sporen, mit stumpfstacheligem Ornament. Stacheln bis ca. 1µm. Sporengröße: 7-9µm x 5-8µm.


Artabgrenzung: durch die sanfte gelblich-braune Farbe und die farblich nicht von der Peridie abgegrenzte Gleba kaum zu verwechseln.

Anmerkung: Bei den hypogäisch vorkommenden Gattungen der Russulales (Milchlings-/Täublingsverwandtschaft) kam es in der Vergangenheit zu zahlreichen Umstrukturierungen sowie fehlerhaften Bestimmungen (gerade bei L. stephensii und L. borzianus), sodass es schwierig ist den Überblick zu behalten.
An der Universität Gent (Belgien) sind derzeit Untersuchungen im Gange, ob es evtl. eine zweite L. stephensii gibt, die sich aber lediglich genetisch unterscheidet.

Funddaten: Fund: August 2014, Nordharz (Eiche, Buche).

leg: 1.Fund: Schubert/ 2.Fund: Gold(Winnie) - det: Gold