Bestimmung von Trüffelfunden

Die folgenden dokumentierten Funde habe ich mit meinem Hund Winnie (seit dem 3.1.2013) und später (ab Januar 2014) mit Milano gemacht. Sie werden ständig erweitert und sollen Interessierten bei der Bestimmung eigener Funde helfen. Es wird allerdings ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit der Bestimmungen sowie jegliche Angaben zur Essbarkeit übernommen.

Viele Hypogäen lassen sich mit etwas Erfahrung schon im Feld anhand äußerer Merkmale (v.a. Gleba und Geruch) bestimmen. Deshalb habe ich einen Bestimmungsschlüssel zur makroskopischen Bestimmung von Hypogäenfunden verfasst, der aber noch verbessert und weiterentwickelt wird/werden muss. Für kritische Anmerkungen bin ich dankbar. Die aktuelle Fassung steht jeweils hier zum Download zur Verfügung.

 

Makroskopischer Hypogäen-Bestimmungsschlüssel (Version 1.2)


Für Detailbescheibungen klicken Sie auf die jeweilige Trüffelart.

 

Basidiomyceten: Hysterangium pompholyx



Hysterangium pompholyx Tulasne&Tulasne 1843 - Rotfleischige Schwanztrüffel

Fruchtkörper: 0,5-1,4 cm; rund, oft mit anhaftenden Myzelresten; einzelne Fruchtkörper meist durch reichhaltiges weißes Myzel verbunden.

Peridie: Glatt; weißlich, gelblich bis hin zu ocker.

Gleba: Rosa bis rötlich bis kakaobraun, feinporig. Andeutungen einer Columella. Zumindest mit einer weißlichen geleeartigen Masse in den Zwischenräumen.

Geruch: Nach Erdnuss.

Ökologie: In der Humusschicht im Laubwald. Oft an nährstoffreichen Standorten (zB Häckselhaufen). Mein Fund stammt aus einem trockenen, sandigen Eichenwald.

Bedeutung: Speisewert nicht bekannt, lokal häufig, in manchen Gebieten aber auch fehlend.

Mikromerkmale: Hyphige Peridienstruktur. Sporen: 13-14µm x 5-6µm. Q: 2,1-2,6.


Artabrenzung: Makroskopisch durch die rötliche Gleba leicht zu erkennen, mit der sie sich von den anderen Schwanztrüffeln (Hysterangium sp) mit türkis-grünlicher Gleba unterscheidet.

Funddaten: Juli/August 2015, Thale, Harz.

leg: Winnie/Milano - det: C.Gold