Bestimmung von Trüffelfunden

Die folgenden dokumentierten Funde habe ich mit meinem Hund Winnie (seit dem 3.1.2013) und später (ab Januar 2014) mit Milano gemacht. Sie werden ständig erweitert und sollen Interessierten bei der Bestimmung eigener Funde helfen. Es wird allerdings ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit der Bestimmungen sowie jegliche Angaben zur Essbarkeit übernommen.

Viele Hypogäen lassen sich mit etwas Erfahrung schon im Feld anhand äußerer Merkmale (v.a. Gleba und Geruch) bestimmen. Deshalb habe ich einen Bestimmungsschlüssel zur makroskopischen Bestimmung von Hypogäenfunden verfasst, der aber noch verbessert und weiterentwickelt wird/werden muss. Für kritische Anmerkungen bin ich dankbar. Die aktuelle Fassung steht jeweils hier zum Download zur Verfügung.

 

Makroskopischer Hypogäen-Bestimmungsschlüssel (Version 1.2)


Für Detailbescheibungen klicken Sie auf die jeweilige Trüffelart.

 

Basidiomyceten: Hydnangium carneum



Hydnangium carneum (Wallroth 1839) - Fleischfarbene Heidetrüffel

Fruchtkörper: Größe: 1 - 3 cm. Subglobos bis unregelmäßig länglich. Gelegentlich an der Myzel-Ansatzstelle wie eingeschnürt wirkend.

Peridie: Leicht filzig. Jung hell rosa, im Alter und an Druckstellen nachdunkelnd bis ins Weinrote.

Gleba: Die Gleba wird durch eine dichte Fruchtschicht aus labyrinthisch verwachsenen bzw. zusammengedrückten Zellen gebildet, deren helle Ränder sich deutlich von der pinken Farbe der Trama absetzen. Im Schnitt ist die sterile Ansatzstelle meist gut erkennbar.

Geruch: Nicht mehr in Erinnerung.

Ökologie: Exklusiv bei Eukalyptusbäumen.

Bedeutung: Speisewert unbekannt. In Deutschland gibt es vereinzelte Nachweise, die aber -wie der Erstfund der Art (Berlin)- meist aus botanischen Gärten stammen. Die Art wurde mit den Eukalyptusbäumen aus Australien eingeschleppt und hat sich mittlerweile vor allem in Südeuropa verbreitet, wo Eukalyptusbäume auch wild wachsen.

Mikromerkmale: Kleine, nahezu runde Sporen mit einzelnen isolierten, nicht allzu dicht gesetzten Stacheln. Die Sporen sind hyalin bzw. hell und haben einen kurzen Appendix, wodurch sie manchmal nicht rund erscheinen. Sporengröße: 8-12µm.


Artabgrenzung: Durch die rosa Färbung und das exklusive Habitat bei Eukalyptus unverwechselbar. Montecchi erwähnt außerdem ein sehr geringes spezifisches Gewicht.

Funddaten: 3.2.2016 Italien, Ligurien, Nähe San Remo; 13.2.2017. Italien, Toscana, Pescia (Vellano). leg/det: Gold.