Bestimmung von Trüffelfunden

Die folgenden dokumentierten Funde habe ich mit meinem Hund Winnie (seit dem 3.1.2013) und später (ab Januar 2014) mit Milano gemacht. Sie werden ständig erweitert und sollen Interessierten bei der Bestimmung eigener Funde helfen. Es wird allerdings ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit der Bestimmungen sowie jegliche Angaben zur Essbarkeit übernommen.

Viele Hypogäen lassen sich mit etwas Erfahrung schon im Feld anhand äußerer Merkmale (v.a. Gleba und Geruch) bestimmen. Deshalb habe ich einen Bestimmungsschlüssel zur makroskopischen Bestimmung von Hypogäenfunden verfasst, der aber noch verbessert und weiterentwickelt wird/werden muss. Für kritische Anmerkungen bin ich dankbar. Die aktuelle Fassung steht jeweils hier zum Download zur Verfügung.

 

Makroskopischer Hypogäen-Bestimmungsschlüssel (Version 1.2)


Für Detailbescheibungen klicken Sie auf die jeweilige Trüffelart.

 

Ascomyceten: Geopora sumneriana



Geopora sumneriana (Cooke) M. Torre 1976 - Zedern-Sandborstling

Fruchtkörper: Größe von 2-5cm. Nur jung hypogäisch schieben die Fruchtkörper mit der Reife an die Oberfläche und brechen vom Scheitel ausgehend auf.

Peridie: Braune, haarige Außenschicht. Im Schnitt und an der Innenseite weiß.

Gleba: Die Fruchtkörper sind hohl, die Sporen sitzen an der Innenseite der Peridie.

Geruch: Nicht wahrnehmbar.

Ökologie: Im Frühling, schon ab Februar. Ausschließlich und sehr zuverlässig bei Zedern.

Bedeutung: Selten, was allerdings von der Seltenheit von Zedern in Deutschland herrührt. Davon abgesehen sind die Sandborstlinge sehr zuverlässig zu finden, wenn man denn einmal eine Zeder entdeckt hat.

Mikromerkmale: Wurden nicht erfasst, da die Arten unreif waren und keine Sporen zeigten. Wird nachgeholt.


Artabrenzung: Beachtet man die Gebundenheit an Zedern und die haarig-borstige Peridie, ist die Art eigentlich nicht verwechselbar.

Anmerkung: Da die Art für die Sporenverbreitung nicht auf Fresser angewiesen und folglich auch geruchlos ist, ist davon auszugehen, dass Hunde die Art nicht als Hypogäe wahrnehmen. Eine Überprüfung dieser Annahme ist allerdings noch nicht erfolgt (im botanischen Garten sind keine Hunde erlaubt).

Funddaten: Botanischer Garten Würzburg. Februar bis März 2014,2015.

leg.: Gold - det.: Gold