Bestimmung von Trüffelfunden

Die folgenden dokumentierten Funde habe ich mit meinem Hund Winnie (seit dem 3.1.2013) und später (ab Januar 2014) mit Milano gemacht. Sie werden ständig erweitert und sollen Interessierten bei der Bestimmung eigener Funde helfen. Es wird allerdings ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit der Bestimmungen sowie jegliche Angaben zur Essbarkeit übernommen.

Viele Hypogäen lassen sich mit etwas Erfahrung schon im Feld anhand äußerer Merkmale (v.a. Gleba und Geruch) bestimmen. Deshalb habe ich einen Bestimmungsschlüssel zur makroskopischen Bestimmung von Hypogäenfunden verfasst, der aber noch verbessert und weiterentwickelt wird/werden muss. Für kritische Anmerkungen bin ich dankbar. Die aktuelle Fassung steht jeweils hier zum Download zur Verfügung.

 

Makroskopischer Hypogäen-Bestimmungsschlüssel (Version 1.2)


Für Detailbescheibungen klicken Sie auf die jeweilige Trüffelart.

 

Ascomyceten: Elaphomyces virgatosporus



Elaphomyces virgatosporus (Hollos 1908) - Gestreiftsporige Hirschtrüffel

Fruchtkörper: Rund bis rundlich, ca. 1-3 cm, mit feinen Warzen

Peridie: Schwarz, feinwarzig (Lupe!). Im Schnitt weiß(lich).

Gleba: Schon bald schwarz, typisch spinnwebartig.

Geruch: Intensiv, schwülstig bis phenolartig.

Ökologie: Kalkbuchenwald. Frühjahr bis Herbst. Evtl. auch im Winter.

Bedeutung: Recht selten. Kein Speisewert.

Mikromerkmale: Sporen rund, braun, mit deutlich gestreiftem Ornament. Größe: 14-20 µm.


Artabgrenzung: Durch die warzige Peridie schon makroskopisch zu unterscheiden von E. anthracinus (glatte Peridie) und E. maculatus (glatt, grüne Flecken). Verwechslungspartner mit warziger Peridie sind E. persoonii (mediterrane Art) und E. cyanosporus (bläuliche Gleba). Eindeutig zu identifizieren ist die Art schließlich unter dem Mikroskop durch die auffälligen Sporen.

Funddaten: Bisherige Funde auf West-Deutschland beschränkt: Saarland, Südschwarzwald.

leg: Gold - det: Gold