Bestimmung von Trüffelfunden

Die folgenden dokumentierten Funde habe ich mit meinem Hund Winnie (seit dem 3.1.2013) und später (ab Januar 2014) mit Milano gemacht. Sie werden ständig erweitert und sollen Interessierten bei der Bestimmung eigener Funde helfen. Es wird allerdings ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit der Bestimmungen sowie jegliche Angaben zur Essbarkeit übernommen.

Viele Hypogäen lassen sich mit etwas Erfahrung schon im Feld anhand äußerer Merkmale (v.a. Gleba und Geruch) bestimmen. Deshalb habe ich einen Bestimmungsschlüssel zur makroskopischen Bestimmung von Hypogäenfunden verfasst, der aber noch verbessert und weiterentwickelt wird/werden muss. Für kritische Anmerkungen bin ich dankbar. Die aktuelle Fassung steht jeweils hier zum Download zur Verfügung.

 

Makroskopischer Hypogäen-Bestimmungsschlüssel (Version 1.2)


Für Detailbescheibungen klicken Sie auf die jeweilige Trüffelart.

 

Ascomyceten: Elaphomyces maculatus



Elaphomyces maculatus (Vittadini 1831) - Gefleckte Hirschtrüffel

Fruchtkörper: Rund, 1-3cm,grünes Myzel (manchmal nur schwer zu sehen).

Peridie: Außen schwarz, glatt und hart. Häufig mit grünen Flecken oder Krusten vom Myzel. Im Schnitt weiß.

Gleba: In der Reife schwarz, typisch spinnwebartig.

Geruch: Intensiv, schwer zu beschreiben, schwülstig-angenehm mit phenolartiger Note. Laut Vittadini nach Senf oder Sauerteig.

Ökologie: Nach Montecchi bei Laubbäumen, eigene Funde in parkähnlichen Anlagen bei Eiche und Hainbuche. Ein Fund aus einem Kalkbuchenwald. Wohl kalkliebend.

Bedeutung: Ungenießbar. Wohl selten. Mir sind aus Deutschland nur fünf Fundstellen von zwei Findern bekannnt.

Mikromerkmale: Sporen rund, jung ocker bis türkis-scheinend, später dunkler. Größe 25-28µm. Diffus ornamentiert, deutlich, doch ohne erkennbare Strukturen.


Distinktive Merkmale: Können grünliche Flecken oder grünes Myzel beobachtet werden, kommt bei den schwarzen Hirschtrüffeln nur noch Elaphomyces leveillei in Frage. Diese hat jedoch deutlich kleinere Sporen (< 22µm MONTECCHI).

Funddaten: Baden-Württemberg - zwei Fundstellen im September (GOLD)
Gersheim (Saarland) - zwei Fundstellen im Oktober (GOLD)
Südschwarzwald - Fund im Juli (SISP)

Anmerkung: Da die Sporengröße sich mit 25-28µm teilweise zwischen den Werten für Elaphomyces leveillei (19-22 µm) und Elaphomyces maculatus (28-36µm) befindet, bleiben leichte Restzweifel an der Bestimmung bestehen.